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Vielseitigkeit bewiesen
Junge Akkordeonisten musizieren im Gedenken an Eugen Mang
Grafrath – Ensembles junger
Akkordeonspieler bestritten in der Schulaula einen Konzertnachmittag.
Veranstalter war das Akkordeonorchester Ampertal, Vorsitzender Arthur
Heinz führte das Publikum in die Stücke ein. Das Treffen galt dem Gedenken
an Eugen Mang (1951-2005), als Leiter der Sparkassenfiliale mit Idealismus
für die Akkordeonbewegung engagiert.
Der
Mitbegründer des Musikvereins Grafrath-Kottgeisering gründete die
Akkordeonorchester Ampertal Grafrath und Amper-Lech Türkenfeld. Er brachte
2004 das erste Konzert von Nachwuchsensembles auf den Weg, das zweite
erlebte er nicht mehr.
So
werden die Konzerte in seinem Sinn fortgesetzt. Das Motto hieß: In der
Kürze liegt die Würze. Mit dem Jugendakkordeonorchester Ampertal stimmte
Sonja Drexl eine Suite von Hans-Günter Kölz an, die dessen Vielseitigkeit
entsprach. Da bemühte sich das Ensemble beim ersten Stücke, „Auf
Abenteuersuche“, um Farbigkeit, bei „Johann Sebastian Bach spielt zum
Tanz“ um Motorik, „Im Land der Pyramiden“ um arabische Harmonik, Bei
„Entdeckung der Villa Timecode“ um rhythmische Besonderheiten. Mit der
ebenfalls viersätzigen „Suite elementaire“ von Alexander Jekic stellte
sich das Jugendorchester Grafing unter Monika Schelle vor. Wechselte die
Gangart von Stück zu Stück, so gefiel einfühlsame Wiedergabe.
Galt es bei der Suite „Gameboyspiele“ von Helmut Quakernack oder „Aladdins
Traum“ als farbige Mär von der Wunderlampe aus Tausendundeiner Nacht zu
schildern, so punktete das Ensemble bei „Mountainbike-Rennen“, „Gameboy-Party“
und „Gamemonster-Jagd“ mit turbulentem Spiel.
Der
vor 15 Jahren gegründete „Maisacher Würfel“ trat mit 35 Akkordeonisten
sowie Keyboardspielern und einer Flötistin als eigenartigen klanglichen
Ergänzungen auf. Bei Kostproben aus „Musketieren“ von Adolf Götz sowie
einem Frank Sinatra-„Phantom der Oper“-Rock’n’Roll-Medley setzte Angelika
Franken den Orchesterapparat effektvoll ein.
Der
Nachwuchs des Akkordeonorchesters Maisach beeindruckte unter Florian Lang
(Prädikat „ausgezeichnet“ des Internationalen Akkordeonfestivals
Innsbruck) bei Jörg Draegers kunstvoll bearbeitetem Liedgut „Russische
Fantasie“, bei einem ungewohnt herben Tango von Piazzolla und bei Hits aus
dem Kultfilm „Blues Brothers“.
Quelle:
Fürstenfeldbrucker Tagblatt, 16.11.07. |