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Jugendkonzert

2007  


Vielseitigkeit bewiesen
Junge Akkordeonisten musizieren im Gedenken an Eugen Mang

Grafrath – Ensembles junger Akkordeonspieler bestritten in der Schulaula einen Konzertnachmittag. Veranstalter war das Akkordeonorchester Ampertal, Vorsitzender Arthur Heinz führte das Publikum in die Stücke ein. Das Treffen galt dem Gedenken an Eugen Mang (1951-2005), als Leiter der Sparkassenfiliale mit Idealismus für die Akkordeonbewegung engagiert.

Der Mitbegründer des Musikvereins Grafrath-Kottgeisering gründete die Akkordeonorchester Ampertal Grafrath und Amper-Lech Türkenfeld. Er brachte 2004 das erste Konzert von Nachwuchsensembles auf den Weg, das zweite erlebte er nicht mehr.

So werden die Konzerte in seinem Sinn fortgesetzt. Das Motto hieß: In der Kürze liegt die Würze. Mit dem Jugendakkordeonorchester Ampertal stimmte Sonja Drexl eine Suite von Hans-Günter Kölz an, die dessen Vielseitigkeit entsprach. Da bemühte sich das Ensemble beim ersten Stücke, „Auf Abenteuersuche“, um Farbigkeit, bei „Johann Sebastian Bach spielt zum Tanz“ um Motorik, „Im Land der Pyramiden“ um arabische Harmonik, Bei „Entdeckung der Villa Timecode“ um rhythmische Besonderheiten. Mit der ebenfalls viersätzigen „Suite elementaire“ von Alexander Jekic stellte sich das Jugendorchester Grafing unter Monika Schelle vor. Wechselte die Gangart von Stück zu Stück, so gefiel einfühlsame Wiedergabe.

Galt es bei der Suite „Gameboyspiele“ von Helmut Quakernack oder „Aladdins Traum“ als farbige Mär von der Wunderlampe aus Tausendundeiner Nacht zu schildern, so punktete das Ensemble bei „Mountainbike-Rennen“, „Gameboy-Party“ und „Gamemonster-Jagd“ mit turbulentem Spiel.

Der vor 15 Jahren gegründete „Maisacher Würfel“ trat mit 35 Akkordeonisten sowie Keyboardspielern und einer Flötistin als eigenartigen klanglichen Ergänzungen auf. Bei Kostproben aus „Musketieren“ von Adolf Götz sowie einem Frank Sinatra-„Phantom der Oper“-Rock’n’Roll-Medley setzte Angelika Franken den Orchesterapparat effektvoll ein.

Der Nachwuchs des Akkordeonorchesters Maisach beeindruckte unter Florian Lang (Prädikat „ausgezeichnet“ des Internationalen Akkordeonfestivals Innsbruck) bei Jörg Draegers kunstvoll bearbeitetem Liedgut „Russische Fantasie“, bei einem ungewohnt herben Tango von Piazzolla und bei Hits aus dem Kultfilm „Blues Brothers“.

Quelle: Fürstenfeldbrucker Tagblatt, 16.11.07.