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E-Mail an den Nikolaus
Am Freitag, den 7.
Dezember 2001 war es wieder soweit: In der Hauptschule Maisach fand die
Weihnachtsfeier der Akkordeonorchester Maisach statt. Bei Glühwein und
kaltem Buffet empfing das AOM den Nikolaus, ließ seine Dirigenten eine
Prüfung ablegen und feierte so in die Weihnachtszeit hinein.
Leider nur wenige Spieler
aus dem Schüler- sowie aus dem Jugendorchester fanden am Freitag den Weg
in die Hauptschule zur Weihnachtsfeier des AOM. Am schlechten Wetter
konnte es nicht gelegen haben, da der Schnee noch auf sich warten ließ.
Die "Großen" dagegen waren fast vollständig anwesend und
sicherten sich einen Platz in der schön dekorierten Aula. Nachdem erst
einmal der Glühwein ausgeschenkt wurde und das kalte Buffet eröffnet
wurde, wartete man gespannt auf das Erscheinen des Nikolaus.
Der kam dann
etwa nach einer Stunde mit einem großen Nikolausstock, einem dicken Buch
und einem prallgefüllten Sack mit Geschenken. Doch zunächst gab es Lob
und Kritik über das vergangene Jahr für jeden einzelnen Spieler. Auch
der Nikolaus fand es schade, dass so wenige Spieler aus den zwei
Nachwuchsorchestern erschienen waren. Seine Kommentare trafen das Erlebte
im vergangenen Jahr meist hundertprozentig und nicht wenige fragten sich,
woher der Nikolaus so gut über das Orchester Bescheid wusste. Gelächter
und Beifall gab es fast bei jeder Anmerkung. Ob nun der besondere Freund
eines Vorstandes oder die - wie manche meinen - chancenlosen Wetten mit
einem musikalischen Leiter - das Orchester durfte sich über die
Highlights des Jahres noch einmal freuen. Und obwohl niemand bei seiner
Ansprache schlecht weg kam, meinte der Nikolaus, wer unzufrieden sei, der
solle ihm doch einfach eine E-Mail schreiben. Zum Schluss öffnete der
Nikolaus, der ohne den Krampus gekommen war, noch den großen Geschenksack
und jeder Spieler durfte sich ein Päckchen abholen. Darin fanden die
erstaunten Musiker eine CD mit Aufnahmen von den Wertungsspielen,
AOM-Hymnen und weiteren Stücken. Ein treffendes Geschenk, über das die
Begeisterung groß war.
Und weiter ging das starke
Programm: Als nächstes galt es für die drei Dirigenten der Orchester,
eine Prüfung abzulegen und damit zu beweisen, dass sie überhaupt gut
genug zum dirigieren sind. Die Jury bestand dabei aus dem "Herz des
Orchesters", der Oberjury und der Konzertmeisterin. Moderiert wurde
das Ganze von Steffi Haug, und für die genaue Punktezusammenzählung war
Jutta Meyer verantwortlich. Die Kandidaten hatten nun fünf verschiedene
Aufgaben zu bewältigen und mussten ihr musikalisches Gehör, ihren
musikalischen Begriffswortschatz, ihre Fähigkeiten auf dem Akkordeon beim
Auswendigspielen, ihre Darstellungsfähigkeit von Taktarten sowie ihr
Können bei kurzfristigen Gruppenperformances unter Beweis stellen. Jedes
Jurymitglied durfte bei jeder Aufgabe jedem Kandidaten zwischen 1 und 5
Punkten geben. Die Begeisterung über das Können der drei war so groß,
dass sich am Schluss das "Herz des Orchesters" nicht davon
abhalten ließ, bei der Gruppenperformance alle drei Dirigenten mit 43
Punkten zu bewerten - die Zustimmung des Publikums war dem Herz sicher.
Schließlich konnten sich alle darüber freuen, dass allen dreien die
Dirigiertauglichkeit bestätigt wurde und Heike Kopatz, Christine Machl
und Florian Lang eine Dirigentenurkunde in Empfang nehmen durften.
Nun war der offizielle Teil
des Programms beendet und die AOMler konnten sich wieder dem Glühwein
widmen. Es wurde nun auch das neue Elektronium in Empfang genommen und
manch eifrige haben den ganzen Abend daran herumgebastelt, so dass zu
später Stunde sich dann tatsächlich einige Töne aus dem Instrument
entlocken ließen. Wer das alte Elektronium kennt, weiß dass der Kauf
eines Neuen eine wirklich prächtige Entscheidung war. Im Laufe der
Weihnachtsfeier gab es dann noch einige improvisierte Auftritte von
Orchestermitgliedern, die mit bekannten Melodien die Weihnachtsfeier
untermalten. Gefeiert wurde noch bis in die Nacht hinein und so saßen zu
später Stunde noch einige Besucher zusammen und ließen den Abend
gemütlich ausklingen. Das Herz des Orchesters war natürlich unter ihnen.
Bericht: Stefan
Neumaier für a-o-m.de
Fotos: Andreas Brandl für a-o-m.de
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