a-o-m.de | Bericht von der Nikolausfeier | 08.12.01  
 
E-Mail an den Nikolaus

Am Freitag, den 7. Dezember 2001 war es wieder soweit: In der Hauptschule Maisach fand die Weihnachtsfeier der Akkordeonorchester Maisach statt. Bei Glühwein und kaltem Buffet empfing das AOM den Nikolaus, ließ seine Dirigenten eine Prüfung ablegen und feierte so in die Weihnachtszeit hinein.

Leider nur wenige Spieler aus dem Schüler- sowie aus dem Jugendorchester fanden am Freitag den Weg in die Hauptschule zur Weihnachtsfeier des AOM. Am schlechten Wetter konnte es nicht gelegen haben, da der Schnee noch auf sich warten ließ. Die "Großen" dagegen waren fast vollständig anwesend und sicherten sich einen Platz in der schön dekorierten Aula. Nachdem erst einmal der Glühwein ausgeschenkt wurde und das kalte Buffet eröffnet wurde, wartete man gespannt auf das Erscheinen des Nikolaus. 

Der kam dann etwa nach einer Stunde mit einem großen Nikolausstock, einem dicken Buch und einem prallgefüllten Sack mit Geschenken. Doch zunächst gab es Lob und Kritik über das vergangene Jahr für jeden einzelnen Spieler. Auch der Nikolaus fand es schade, dass so wenige Spieler aus den zwei Nachwuchsorchestern erschienen waren. Seine Kommentare trafen das Erlebte im vergangenen Jahr meist hundertprozentig und nicht wenige fragten sich, woher der Nikolaus so gut über das Orchester Bescheid wusste. Gelächter und Beifall gab es fast bei jeder Anmerkung. Ob nun der besondere Freund eines Vorstandes oder die - wie manche meinen - chancenlosen Wetten mit einem musikalischen Leiter - das Orchester durfte sich über die Highlights des Jahres noch einmal freuen. Und obwohl niemand bei seiner Ansprache schlecht weg kam, meinte der Nikolaus, wer unzufrieden sei, der solle ihm doch einfach eine E-Mail schreiben. Zum Schluss öffnete der Nikolaus, der ohne den Krampus gekommen war, noch den großen Geschenksack und jeder Spieler durfte sich ein Päckchen abholen. Darin fanden die erstaunten Musiker eine CD mit Aufnahmen von den Wertungsspielen, AOM-Hymnen und weiteren Stücken. Ein treffendes Geschenk, über das die Begeisterung groß war.

Und weiter ging das starke Programm: Als nächstes galt es für die drei Dirigenten der Orchester, eine Prüfung abzulegen und damit zu beweisen, dass sie überhaupt gut genug zum dirigieren sind. Die Jury bestand dabei aus dem "Herz des Orchesters", der Oberjury und der Konzertmeisterin. Moderiert wurde das Ganze von Steffi Haug, und für die genaue Punktezusammenzählung war Jutta Meyer verantwortlich. Die Kandidaten hatten nun fünf verschiedene Aufgaben zu bewältigen und mussten ihr musikalisches Gehör, ihren musikalischen Begriffswortschatz, ihre Fähigkeiten auf dem Akkordeon beim Auswendigspielen, ihre Darstellungsfähigkeit von Taktarten sowie ihr Können bei kurzfristigen Gruppenperformances unter Beweis stellen. Jedes Jurymitglied durfte bei jeder Aufgabe jedem Kandidaten zwischen 1 und 5 Punkten geben. Die Begeisterung über das Können der drei war so groß, dass sich am Schluss das "Herz des Orchesters" nicht davon abhalten ließ, bei der Gruppenperformance alle drei Dirigenten mit 43 Punkten zu bewerten - die Zustimmung des Publikums war dem Herz sicher. Schließlich konnten sich alle darüber freuen, dass allen dreien die Dirigiertauglichkeit bestätigt wurde und Heike Kopatz, Christine Machl und Florian Lang eine Dirigentenurkunde in Empfang nehmen durften.

Nun war der offizielle Teil des Programms beendet und die AOMler konnten sich wieder dem Glühwein widmen. Es wurde nun auch das neue Elektronium in Empfang genommen und manch eifrige haben den ganzen Abend daran herumgebastelt, so dass zu später Stunde sich dann tatsächlich einige Töne aus dem Instrument entlocken ließen. Wer das alte Elektronium kennt, weiß dass der Kauf eines Neuen eine wirklich prächtige Entscheidung war. Im Laufe der Weihnachtsfeier gab es dann noch einige improvisierte Auftritte von Orchestermitgliedern, die mit bekannten Melodien die Weihnachtsfeier untermalten. Gefeiert wurde noch bis in die Nacht hinein und so saßen zu später Stunde noch einige Besucher zusammen und ließen den Abend gemütlich ausklingen. Das Herz des Orchesters war natürlich unter ihnen.

Bericht: Stefan Neumaier für a-o-m.de
Fotos: Andreas Brandl für a-o-m.de

 


 

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