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Die abenteuerliche Reise zur Wolfsschlucht

     

        

     

     
Um die Fotos betrachten zu können, einfach auf das gewünschte Bild klicken. Das Foto öffnet sich in einem neuen Fenster. Es wird Javascript benötigt. Fotos (c) 2002 by Florian Lang.

 

Bericht vom Wandertag des Schülerakkordeonorchesters am 20. Juli 2002
von FLORIAN LANG

Juli 2002 – das Schuljahr geht langsam dem Ende zu und auch die letzten Orchesterproben sind gezählt. Höchste Zeit, etwas Abwechslung in den Probenalltag zu bringen:

Dazu habe ich für die beiden „kleinen“ Orchester am 20. Juli einen Wandertag in die Wolfsschlucht organisiert. Die Wolfsschlucht wurde von der „Felsweißsach“, einem in den Tegernseer Blaubergen entspringen Fluss geformt und ist am besten über den in Wild Bad Kreuth beginnenden Wanderweg zu erreichen.

Samstag, 8.00 Uhr – mein Wecker klingelte. Ein verschlafener Blick aus meinem Zimmerfenster verrät mir, dass Petrus mich erhört hatte: die Sonne blinzelte vielversprechend durchs Fenster. Ausgerüstet mit Foto, mit einer deftigen Brotzeit und einem großen Verbands-Set bin ich um 9.12 Uhr in die S - Bahn in Gröbenzell eingestiegen. Die teilnehmenden Kinder und Herr Fendt, der uns als ortskundiger Betreuer begleitet hat, saßen schon in der Bahn (Gott sei Dank!). Die ganze Gruppe gestaltete sich allerdings als sehr übersichtlich, da leider, trotz der anfangs herrschenden Euphorie, nur 5 Kinder dabei waren. Beim nächsten Wandertag hoffe ich, dass eine größere Anzahl teilnimmt! Auf dem Weg zur Donnersberger Brücke, bei der wir in die BOB umstiegen, waren bereits gut die Hälfte der mitgebrachten Brotzeiten vernichtet! Eine Stunde dauerte schließlich die Fahrt mit der Bayerischen Oberlandbahn nach Tegernsee. Dort angekommen stiegen wir nach kurzer Wartezeit in den Bus des RVO, der uns zu unserem Ausgangspunkt nach Wild Bad Kreuth bringen sollte und waren sehr überrascht und verärgert, dass das gelöste Wochenendticket für den Zug, aber nicht mehr für den Bus galt. Der äußerst unfreundliche und muffige Busführer verkaufte uns dann sein Ticket – Jugendliche zahlen den Erwachsenspeis – für zusammen 15 Euro! Das war schon fast der Preis eines Wochenendtickets der DB. Der Ärger war perfekt als wir erfahren haben, dass der Preis nur die Hinfahrt beinhaltet. Das Lösen eines Hin- und Rückfahrttickets wäre billiger gekommen, aber diese Information bekamen wir vom freundlichen Busfahrer erst nach der Zahlung und auf die Frage, warum er uns nicht aufgeklärt habe, kam nur die Antwort, dass er das nicht machen müsste.....


  "Es dauerte nicht lange, bis die ersten Spezialisten in den Fluss sprangen, anstatt darüber."

In Kreuth angekommen mussten wir uns auf unsere eigenen Beine verlassen und begannen unseren Weg, vorbei um Tagungszentrum der CSU/CDU, zur „Sieben Hütten“ – ein Almgasthof bei dem wir uns erst beim Rückweg stärkten. Von dort aus gingen wir auf einen anfangs breiten Waldweg entlang, bis wir schließlich ins Flussbett, also in die Wolfsschlucht kamen und der mehr und mehr abenteuerliche Weg vom Flussverlauf vorgegeben wurde. Es dauerte auch gar nicht lange bis die ersten Spezialisten in den Fluss sprangen, anstatt darüber.


  Einige steckten ihre Köpfe zur Abkühlung in das Wasser

Nach ca. anderthalb Stunden waren wir am Ursprung der Wolfsschlucht angelangt. Von hier aus ging nur mehr ein steiler Weg zur Halserspitze hinauf, der aber nicht zu unserer Tour gehörte. Jetzt stand zuerst mal eine Pause auf dem Programm und nachdem die restliche Brotzeit in den leeren Mägen verschwand wurden fleißig Staudämme gebaut, durch deren angestautes Wasser unsere Getränke gut gekühlt wurden. Die Sonne glühte vom Himmel und einige Spieler stellten sich unter den kalten Gebirgswasserfall oder steckten ihre Köpfe in angestaute Wasserpfützen um sich etwas Abkühlung zu verschaffen. Nach einer guten Stunde stand noch der Abstecher in die kleine Wolfschlucht, ein Nebenarm der großen, auf dem Programm. Ein spektakulärer Wasserfall und ein lauschiges Plätzchen am Ende der Schlucht luden noch ein bisschen zum Verweilen ein. Schon deutlich geschwächt ging es kurze Zeit später zurück zu den „Sieben Hütten“ bei denen wir uns nun wirklich eine gute Brotzeit verdient hatten. (so gut war die Brotzeit gar nicht – nur teuer). Um 16 Uhr verließen wir die Hütte, um pünktlich um Bus zu sein.


  "und hofften einfach mal, dass uns jemand mitnehmen kann"

Die geplante Rückfahrt um 16.35 Uhr war uns leider nicht möglich, da der Bus vor unserer Nase um 16.33 Uhr abfuhr. Ein sofortiger Uhrenvergleich bestätigte unsere Uhrzeit: Abfahrt war um 16.33. Somit mussten wir alles möglich versuchen um noch pünktlich bis um 17.22 bei der BOB in Tegernsee zu sein. Die Züge fuhren nur stündlich und die Eltern konnten wir in Maisach schlecht warten lassen. Nachdem ein VW-Busfahrer ablehnte, sieben Personen, die seinen Bus umzingelt hatten, zum Bahnhof zu fahren hatten wir nur noch eine Möglichkeit: ein Taxi! Leider passten nur fünf Leute in das Taxi. Herr Fendt und ich hofften einfach mal, dass uns irgendjemand nach Tegernsee mitnehmen kann – die Spieler haben wir ins Taxi gesetzt. Glücklicherweise wurden wir nach nicht allzu langer Zeit mitgenommen und konnten mit den Kindern, die schon gespannt auf unsere evtl. Ankunft am Bahnhof warteten, rechtzeitig in den Zug einsteigen.

Erschöpft, dafür mit den schönen Eindrücken vom diesjährigen Wandertag, fuhren wir zurück nach München und erreichten Maisach gegen halb acht am Abend.

Vielen Dank möchte ich nochmals Herrn Fendt aussprechen, der uns nicht nur ein Eis spendiert hat, sondern sich derzeit auch bemüht, die Taxikosten vom RVO erstattet zu bekommen.

 

Demnächst gibt es hier noch Bilder vom Wandertag!